Die pädagogische Revolution

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Die Erziehung im 21. Jahrhundert geht einen neuen Weg in Pädagogik und Erziehung. Er beinhaltet die wichtigsten pädagogischen Werte und Ideen der pädagogischen Wellen der 1920-er Jahre, steht aber im Heute und schaut in die Zukunft. Pädagogik ist nicht eine stabile, fixe Wissenschaft, sondern eine sich immer neu definierende, die sich immer dem gesellschaftlichen Wandel anpassen muss. Nach dem pädagogischem Boom in den 1920-er Jahren ist die grosse Frage der pädagogischen Autorität versus Laisser-faire-Pädagogik mit „Summerhill“ gekommen. Die Freiheit von Rousseaus und die patriarchische Autorität waren mit einander im Kampf  (http://summerhill.paed.com/summ/fuckert05.htm).

Natürlich ist es in Europa ganz anders als in der USA. In diesem Bereich ist die USA manchmal viel weiter als man denkt. Das STEM-Programm (science, technology, engineering and math: education for global leadarship)  und IB Programm (problem based learning) gehören beide zur heutigen, modernen Erziehung und Pädagogik (http://www.ed.gov/stem oder http://www.livescience.com/43296-what-is-stem-education.html )

Warum lässt die pädagogische „Revolution“ in Europa auf sich warten? Erstens ist Europa viel konservativer und langsamer als den USA. Zweitens ist es auf einer kleineren Fläche als die USA in viele kleine Staaten mit unterschiedlichen historischen und religiösen Hintergründen aufgeteilt, die einen grossen Einfluss auf Pädagogik und Erziehung haben. Drittens hat jeder Staat seine eigenen Vorstellungen und Prioritäten, aber Schulen, Pädagogik und Kultur gehören meistens nicht dazu. Viertens gibt es schon ein paar neue pädagogische Anstösse aus Deutschland, so z.B. „Infants“, das innerhalb der Grenzen Deutschlands gut funktionieren kann, aber in der Schweiz nicht. Immer wieder wird versucht, es einzusetzen, was sich als schwierig erweist, da die Schweizer Krippenverhältnisse wie schon früher erwähnt ganz anders sind. Natürlich kann man versuchen, das Infants-Programm als eine bessere Leistung zu verkaufen, aber es wird schwierig, alle Regeln einzuhalten. In der Schweiz fehlt es an Zeit, Personal und Fachwissen. Ich kenne die Gründer des Infants-Programm gut und finde ihre Arbeit in Deutschland wirklich interessant. Auch die offene Arbeit (offenes Konzept) finde ich eine ausgezeichnete Idee, aber wiederum nur in Deutschland. Basis und Erwartungen unterscheiden sich einfach stark und das darf man nicht vergessen.

Man kann feststellen, dass sich Deutschland um eine Veränderung bemüht. Finnland und Schweden haben diesen Schritt schon hinter sich und haben gehandelt.  Die Ergebnisse zeigen sich in der Pisa Studie klar und deutlich. Die Schweiz, das Land, in dem INNOVATION gross geschrieben wird, hängt oft immer noch im „Mittelalter“. Der Kindergarten beginnt mit 4 oder 5 Jahren und die Kinder gehen mit 6 oder 7 in die Schule. Meiner Meinung ist das in dieser globalen multi-kulti Welt zu spät. Kinder möchten früher schreiben und lesen lernen, sie möchten experimentieren und Sprachen lernen, über wichtige Sachen diskutieren und sich austauschen.

Also, liebe Schweizer Pädagogik, es ist „jetzt Ziit für e Veränderig“.