Stillen versus Schoppen

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Dieses Thema sorgt immer wieder für neue Schlagzeilen in die Medien. Was ist besser, stillen oder einen Schoppen geben?

Ich denke, es gibt nicht DIE richtige Lösung. Alles hängt von der Mutter und der familiären Situation ab. Wenn die Mutter nach 3 Monaten arbeiten muss und das Kind in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter bringt, ist es einfacher, wenn sie direkt mit dem Schoppen anfängt. Natürlich ist ein kurze Stillzeit immer noch bedeutend besser als gar nicht (auch wegen dem Schutz des Kindes vor Krankheiten etc.).

Stillen ist für die Bindung sehr wichtig, aber nicht alle Mütter haben genügend Milch dazu, deswegen können wir froh sein, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Heutzutage kann man Muttermilch von anderen Müttern kaufen oder die eigene Milch abpumpen. Ausserdem gibt es diverse Anbieter, die Babynahrung in verschiedener Form herstellen.

Eine gesunde Bindung kann man auch ohne Stillen bewusst aufbauen, mit Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt. Eine sichere Bindung hängt viel mehr von der Mutter und ihrer Persönlichkeit als vom Akt des Stillens ab. Auch mit einem Schoppen kann man eine intime Atmosphäre zaubern.

Leider haben immer mehr Säuglinge eine Lactose- oder Milch- Allergie, die man meist erst spät erkennt. Die Symptome sind klar und deutlich. Das Kind ergibt sich nach dem Schoppen oder Stillen innerhalb von 10 bis 20 Minuten. Oft werden die Symptome als Aufstossen beschrieben, aber es kommt dabei bis zur ½ oder ¾ der Milch zurück. In diesen Fällen ist es wichtig dass das Kind abgekochtes Wasser (bis zum 1. Lebensjahr) zum Trinken erhält.  Dehydration stellt im Säuglingsalter eine grosse Gefahr dar.

In der Ernährung kann man mit Früchte- und Gemüsebreien anfangen. Es gibt keinen idealen Zeitpunkt für den Brei, wenn es sich um eine Lactose- oder Milchallergie handelt. Das Wichtigste ist, dass das Kind die nötigen Nährstoffe bekommt, welche das Wachstum unterstützen.